„A bit fruity“ – Podcast von Matt Bernstein. [Englisch]

Matt ist Mitte 20 und ein queerer, jüdischer New Yorker. Er hat seine Reichweite über Queere Aufklärungsarbeit auf Instagram erreicht und veröffentlicht nun schon länger seinen Podcast „A bit fruity“ auf Youtube.

Der Fokus sind Popkultur, Medien und Politik und vor allem wo diese Themenbereiche sich überschneiden, beeinflussen, aufeinander treffen.
Oft geht es dabei um Themen wie Queerness, Gayculture aber auch um Rechtsextremismus, Transfeindlichkeit und eben auch um jüdisches Leben.

Matt hat schon früh seine Plattform genutzt, um sich gegen den Genozid in Gaza einzusetzen. Dabei sagt er selbst immer wieder, dass auch er weiter lernen will. Dafür läd er sich viele Gäste ein. Er ist einer von vielen jungen jüdischen Menschen, die sich für Antizionismus stark machen – also ein Ende der Besatzung Palästinas und einen gerechten Frieden.

Folgen zu Palästina / Israel / Antizionismus / Antisemitismus

Zum Thema Pinkwashing

Also die Nutzung sog. „Queer-Rechte“ in Israel als Rechtfertigungsstrategie für Gewalt in Palästina.
Häufig wird angeführt, dass Queere Menschen in Palästina getötet werden würden und nur „dank Israel“ sicher wären. „Queers for Palestin“ wird gerne mit „Schweine für den Schlachter o.ä. gleichgesetzt. Schon die Argumentationstaktiken sind ekelhaft, Matt diskutiert hier in tieferem Detail mit anderen Queers die Thematik:


Zum Thema Angstmache durch Zionistische Lobbygruppen

Insbesondere in den USA — gerade in New York — mit seiner großen Jüdischen Bevölkerung, setzen Zionistische Lobbygruppen auf das Schüren von Ängsten. Posts von Influencern, die sich angeblich nicht sicher fühlen — Horroszenarien über eine New York mit Mamdani als Bürgermeister etc. Hier fließen oft Zionismus und Rassimus direkt ineinander. (Sie sind ohnehin kaum-trennbar verbunden).


Zum Thema Haftstrafen bei Kriegsdienstverweigerung in Israel

In Israel gilt ein Zwangdiesnt an der Waffe für alle — Männer und Frauen. BIslang sind vor allem viele Ultraorthodoxe von dem Dienst befreit, allerdings wird aktuell um eine Rechtssichere Regelung hierfür gerungen und gestritten.
Für alle anderen gilt ohnehin: 3 ganze Jahre verpflichtender Kriegsdienst. Wer verweigert muss ins Gefängnis. Erst 2024 wurde der Zwangsdienst von 32 auf 36 verlängert, weil das Militär dringend mehr Soldat*innen braucht für seine vielen, in großen Teilen, bestätigt völkerrechtswidrigen Tätigkeiten.
In dieser Folge spricht Matt mit einer jungen jüdischen Aktivistin, die den Kriegsdienst verweigern wollte und kurz nach der Aufnahme ihre Gefängnisstrafe antreten musste.


Zur problematischen Medienberichterstattung zu pro-palästinensischen College-Protesten in den USA (2024)

Kurz nach Beginn des Genozid in Gaza brachen an vielen Universitäten der USA Proteste gegen diesen aus. Die Studierenden organisierten Demos und Sit-Ins und Protestcamps. Die Behörden gingen mit großer Härte gegen die jungen Menschen vor. Bald kam es zu Verhaftungen und dann zu ersten Abschiebungen und Abschiebeversuchen. Das wohl bekannteste Beispiel ist der Aktivist Mahmoud Khalil (activist) . Die begleitende Berichterstattung war mehr als problematisch. Es kam zu widerlegten Behauptungen, verleumenden Reportagen.

In dieser Folge geht Matt mit Gästen auf die Situation ein. (Das Video wurde 2024, vor den Geschehnissen rund um Khalil gedreht.)


Kategorien

Schlagwörter